OGS: Das große Bienen­schlüpfen

30. März 2020

Die Bienen­kokons sind im Nistblock. Jetzt heißt es abwarten und beobachten. Je nachdem, wie das Wetter in der nächsten Zeit sein wird, werden die Bienen in den nächsten ein bis zwei Wochen schlüpfen. Im Essensraum haben wir eine Beobach­tungs­stelle einge­richtet. So werden wir sicher sehen können, wenn die ersten Bienen aus der Schlüpf­kammer heraus­krabbeln. Die Wildbienen sind äußerst nützliche Lebewesen und gleich­zeitig sehr fried­fertig. Von daher eignen sie sich auch gut für Projekte mit Kindern.

Der Nistblock

Der Nistblock besteht aus sechs Nistbrettern, in die die fried­lichen Wildbienen ihre Eier legen können. Zusätzlich verfügt er über eine Schlüpf­kammer für die Kokons. Dort können die Bienen geschützt vor Fress­feinden schlüpfen. Der Nistblock besitzt eine heraus­ziehbare Beobach­tungs­schublade. Hier kann die Entwicklung (Metamor­phose) von den Kindern gut beobachtet und dokumen­tiert werden. Fotos folgen, sobald die ersten Bienen schlüpfen 🙂

So wird geschlüpft

Entwicklung der Biene

Zuerst werden die männlichen Bienen schlüpfen und diese warten dann vor dem Nistblock auf den Schlupf der Weibchen. Nach dem Hochzeitsflug werden die Weibchen in den Röhren des Nistblocks Nahrung für den Nachwuchs einlagern und ihre Eier ablegen. Da die Roten Mauer­bienen sehr stand­orttreu sind, werden sie auch immer wieder dorthin zurück­kehren, wo sie geschlüpft sind, wenn sie genug Nahrung finden. Für den Innenhof haben wir einige Pflanzen gekauft und einge­pflanzt, die für die Bienen und Insekten besonders viel Nektar und Pollen produ­zieren. Familie Lenuck hat uns einen Bienenbaum und einige Pflanzen geschenkt, die auch viel Nahrung für die Bienen bieten.

Bienen in Gefahr

Während die meisten Menschen darunter einen Rückgang der Honig­biene verstehen, ist das Sterben der Wildbienen sogar noch drasti­scher: Fast die Hälfte der rund 560 in Deutschland vorkom­menden Wildbie­nen­arten ist laut der Roten Liste gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.